Geschichte

Die Siedlung Alleshausen wurde wohl in der frühmittelalterlichen Älteren Ausbauzeit angelegt. Der Ortsname geht vermutlich auf einen frühen Siedler zurück.

Der Überlieferung nach gelangte Alleshausen durch eine Schenkung Rudolfs von Rheinfelden († 1080) in den Besitz des Klosters St. Blasien. Der Ort wird erstmals 1150 urkundlich als Aleshusin erwähnt, 1254 wird es als Alashusen genannt.

Im 13. Jahrhundert ist ein Ulrich von Alhusen als Ministeriale des Grafen Hartmann von Grüningen bezeugt, dessen Namen auf einen Sitz bei Alleshausen zurückgeführt wird. Der Name der Siedlung ist aufgrund der damals oft gleichen Schreibweise in mittelalterlichen Quellen jedoch kaum von Altshausen zu unterscheiden, wodurch diese Zuschreibung nicht eindeutig ist. Eine Ministerialenburg südlich des Orts ist jedenfalls bis in das 17. Jahrhundert nachweisbar.

Der Ortsteil Brasenberg ist erstmals 1347 als Brahsenberg bezeugt.

1446 erwarb das Kloster St. Blasien die Vogtei Alleshausen von den Inhabern der österreichischen Herrschaft Warthausen, 1477 verkaufte es den Ort an das Kloster Marchtal.

Bei der Säkularisation ging Alleshausen mit Marchtal 1803 in den Besitz der Thurn und Taxis über, die es als Teil des Reichsfürstentums Buchau verwalteten, bevor es 1806 im Zuge der Mediatisierung unter die Staatshoheit des Königreichs Württemberg fiel. Alleshausen wurde als Teil des Oberamts Riedlingen verwaltet, 1938 kam es zum Landkreis Saulgau. Mit dessen Auflösung wurde der Ort 1973 Teil des Landkreises Biberach.


Wappen der Gemeinde Alleshausen

Das Wappen der Gemeinde wurde ihr im Jahre 1981 verliehen. Es zeigt auf rotem Wappenschild zwei schräg gekreuzte, golden brennende silberne Kerzen, die Kreuzung überdeckt durch eine aus dem Unterrand wachsende goldene Ähre.

Die beiden Kerzen sind das Attribut des Hl. Blasius, der seit 1479 als Patron der Kapelle in Alleshausen belegt ist.
Sie erinnern zugleich an das Kloster St. Blasien, dem der Ort der bis 1477 gehört hat.
Die Ähre bezieht sich auf den landwirtschaftlichen Charakter der Gemeinde.


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